Grave of „* Muffel *“

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  1. Gravestone
    Name
    * Muffel *
    Race
    Zwergwidder
    Birthdate
    Nov 1st 2010
    Date of death
    Jan 7th 2017
    Submitted by
    1karu5
  2. „...ich fang' ein Bild von dir... das kriegt der Himmel nicht zurück....”

    troll
Obituary Lieber Muffel!
Du warst der Beste... und bist es irgendwie immer noch. Als du gestern dieses Leben verlassen hast, ist für mich meine Welt zusammengebrochen.
Irgendwie kann ich es immer noch nicht richtig fassen. Ich habe wohl noch nie in meinem Leben soviel geweint, so ehrlich geweint, so tieftraurig geweint.
Du hast dich vor ca. 20 Stunden über die Regenbogenbrücke verabschiedet und das, obwohl du doch eigentlich noch so fit warst.

Wir haben deine Leberkrankheit einfach nicht bemerkt. Wir haben gesehen, dass es dir nicht so gut geht und haben versucht, dir dein Lieblingsfressen und viel Zuwendung zu geben. Aber dass wir schon viel früher zum Doktor hätten fahren MÜSSEN, haben wir einfach nicht gewusst. Du warst immer ein Kämpfer, du hast immer viel ausgehalten - so hast du auch dieses Mal gut versteckt, wie schlecht es dir in Wirklichkeit ging.
Ich hoffe, du kannst uns, kannst MIR vergeben, dass ich es nicht trotzdem gemerkt habe. Als ich gespürt habe, dass du Hilfe brauchst, war es leider schon zu spät. Verzeih mir, kleiner Freund. Das wollte ich alles nicht. Die Ärztin sagt, du hättest bestimmt Schmerzen gehabt - du hast es gut verborgen. Respekt. In der Wildnis wäre es anderen Kaninchen sicher auch nicht aufgefallen. Weil du ein Kämpfer warst. Immer einer gewesen bist.
Wir konnten nicht bei dir sein auf deinem allerletzten Weg. Das wäre sicher nicht gegangen. Bei der ersten Untersuchung machtest du noch so einen fitten Eindruck. Deine Werte waren spitze und du hast wie immer alles stoisch über dich ergehen lassen. Wir waren so stolz auf dich. Dann das Röntgen... auch das hast du hingekriegt, tapfer wie immer. Dass du danach scheinbar müde in deiner Box lagst, habe ich einem vermeintlichen Beruhigungsmittel zugeschoben. Oder allgemeiner Erschöpfung... ich weiß es nicht. Als ich mich zu dir heruntergebeugt habe, nachdem wir der Weiteruntersuchung zugestimmt hatten, habe ich noch mal meine Finger zu dir reingesteckt. Jetzt weiß ich, dass du dich hier wohl schon von mir verabschieden wolltest, es vielleicht auch still getan hast. Es tut mir unglaublich leid, dass ich dich hier nicht noch einmal auf den Arm genommen habe. Dir nicht noch einmal deinen Nacken gekrault habe. Dir nicht noch einmal Mut gemacht habe. Dich nicht noch einmal beruhigt habe. Vielleicht hättest du mir dann auch gezeigt, dass du stirbst. Vielleicht hättest du dann in meinem Arm sterben können.... Während ich das schreibe, muss ich wieder weinen. Weil ich mir schreckliche Vorwürfe mache. Weil ich nicht weiß, was danach unten im Labor passiert ist. Sicher hast du in deiner Angst und Verzweiflung nach mir gesucht - und mich nicht gefunden. Und dann bist du gestorben. Alleine, ohne mich. Das werde ich mir niemals verzeihen. Und es tut mir so weh. Ich hatte dir versprochen, dass ich dich auf dem letzten Weg begleite, wenn es mal soweit sein sollte. Und dann war ich nicht da. Das tut weh. Und ich kann es nicht wiedergutmachen. Ich kann es dir nur hier schreiben und jeden Tag daran denken und weinen - in der Hoffnung, dass du es da oben im Himmel siehst... und mir hoffentlich verzeihen kannst.

Ich hoffe sehr, dass du schon nach dem Röntgen so schlapp warst, dass du unten kaum mehr etwas mitbekommen hast.
Ich hoffe, dass du gespürt hast, dass wir zumindest in deiner Nähe waren und unsere Gedanken dich begleitet haben und dass wir das Beste für dich wollten. Immer.
Wir haben die Situation einfach falsch eingeschätzt. Wir haben nicht gemerkt, dass es so bedrohlich ist, dass du innerlich bereits so hart gekämpft hast. Sonst wären wir bei dir geblieben und hätten dich festgehalten. So fest, wie man nur einen echten Freund hält.

Noch einige Tage zuvor, als es dir auch schon nicht so gut ging, lagen wir gemeinsam auf dem Sofa. Du in meinem Arm. Ich habe deinen Herzschlag gespürt und du sicherlich meinen.
Du hast meinen Arm geleckt, mir gezeigt, dass du mich genauso lieb hast, wie ich dich immer lieb hatte. Hast ganz ruhig geschlafen in meinem Arm, an meiner Brust. Wie du es so oft gemacht hast. Wenn du mal wieder aufs Sofa wolltest, zum Fußball oder Tatort schauen. Wenn du dann wie wild rumgehüpft bist, durch Lauras Gesicht und immer wieder vor und zurück. Bis du dich dann irgendwann in meinem Arm, an meinem Bauch eingekuschelt hast. Ich hoffe, du weißt, wie viel mir diese Momente immer bedeutet haben. Wieviel mir diese Momente in der der Erinnerungen immer bedeuten werden. Du hast mir soviel gegeben kleiner Muff. Soviel mehr, als ich verdient hatte. Soviel, wie nur du geben konntest.

Dass du nun gestern sterben musstest, dass es dir wohl schon länger nicht mehr sehr gut ging, lag wohl auch daran, dass wir euch immer falsch gefüttert haben. Wir dachten, dass ihr das Trockenfutter mögt und so wie ihr euch stets darauf gestürzt habe, war dem wohl auch so. Dass sich dadurch deine Leber aber über die Jahre so sehr zum Schlechten entwickelt hat, wussten wir nicht. Und auch beim letzten Mal beim Arzt wurde uns das so klar nicht gesagt. Vielleicht hätte ich umsichtiger sein müssen. Weniger auf meine Probleme fokussiert, hätte mehr auf euch achten müssen, mehr über euch und eure Lebensweise erfahren sollen. Dann hätte ich gewusst, dass ihr viel, viel mehr Grünzeug hättet bekommen müssen und am Besten gar kein Trockenfutter mehr. So ist es ab und an bei einer Möhre oder Kohlrabi geblieben. Vielleicht war es auch Bequemlichkeit. Ich weiß es nicht. Aber wir dachten es geht dir gut und wir dachten mit Liebe schaffen wir gemeinsam ein langes Leben. Wir haben uns ganz böse getäuscht. Ich hoffe, du kannst uns auch das irgendwie verzeihen.
Deine Schwester Lola, auch wenn ihr euch nie so ganz gut verstanden habt, werden wir ab sofort anders füttern. Und dann müssen wir hoffen, dass sie nicht auch schon Leberprobleme hat. Irgendwann wirst du sie im Himmel begrüßen. Wie ich dich kenne, wirst du alles vergessen haben, was mal war und sie freudig begrüßen. Und dann bist du der Chef, der sich auskennt und sie herumführt. Aber wir werden in deinem Andenken alles versuchen, um der Lola auch weiterhin ein schönes Leben zu bereiten. Mindestens so schön, wie deines hoffentlich war. Zumindest ein bisschen lebst du in deiner Schwester, in ihrem Blick und ihrer Bettelei weiter...

Weißt du, als wir Anfang 2016 dein EC bekämpft haben, da habe ich mir darüber Gedanken gemacht, wie es sein wird, wenn du mich verlässt. Ich habe bitterlich geweint, habe dich gedrückt und versucht, uns beiden Mut zu machen. Du hast diesen Kampf damals gewonnen. Unfassbar, wie du gekämpft hast. Wie ein Löwe. Ich habe dir geholfen, so gut ich es konnte. Irgendwie dachte ich danach, dass wir alles gemeinsam schaffen. Dass du vielleicht irgendwann mal in ferner Zukunft von alleine gehst. Über Nacht einschläfst, weil deine Zeit gekommen ist. Gestern war deine Zeit noch nicht gekommen.... und doch musstest du gehen. Für immer.

Wie gerne hätten wir dir Fotos gezeigt von unserer Hochzeit im nächsten Jahr. Wie oft habe ich daran gedacht, dass du das beste Haustier, was man sich wünschen kann bist... für die Kleinen die bald hoffentlich Teil unserer Familie sind. So werden sie wohl nur noch die Lola kennenlernen. Aber eins werde ich sicher tun: Ich werde den Kindern von dir erzählen. Werde Fotos zeige. Und werde ihnen sagen, dass du das beste Kaninchen warst, dass du sie sicher gemocht hättest. Und du hättest es ihnen gezeigt, auf deine unglaublich sensible und liebevolle Art. Das weiß ich. Auch wenn du es nun leider nicht mehr selbst zeigen kannst.

Ich hoffe, dass du nach deinem Tod, als seine Seele sich langsam auf den Weg Richtung Regenbogenbrücke gemacht hat, gemerkt hast, wie sehr uns das getroffen hat. Dass ich traurig war, wie nie in meinem Leben. Habe deinen kleinen, leblosen Körper die ganze Autofahrt zurück an mich gedrückt - hoffend, dass du plötzlich wieder loszappelst. Vergeblich.
Ich hoffe auch, dass unser Begräbnis für dich in Ordnung war. Wir haben dir alles mitgegeben, was du immer gern gehabt hast. Zeig die Muschel, zeig den Stein und erzähl dort oben stolz vom Cap... wo du zumindest in unserer Fantasie immer zum Surfen warst, mit deinem kleinen Schirmchen. Wir werden dort eine Kerze für dich anzünden, sobald wir das nächste Mal da sind.
Nun liegst du neben dem Rocky, den du ja noch kurz kennengelernt hast. Er hat damals vorsichtig an deinem Käfig geschnuppert als du in Arpke auf Urlaub warst. Er hat mir damals verraten: Er mochte dich. Weil du ein genauso toller Charakter warst, wie er.... er wird dich sicherlich bereits dort oben begrüßt haben und dich fortan beschützen. Er hat mich auch immer beschützt, du kannst ihm blind vertrauen. Er war der beste Hund und ist ein großer, starker Freund für dich. Geh mit ihm, jetzt wo ich nicht mehr auf dich aufpassen kann...

Nun habe ich so viel geschrieben und könnte doch noch so viel mehr schreiben. Weil du einfach so ein toller Freund warst. Und dann so abrupt, so unerwartet und auf so schreckliche Weise von mir weggerissen wurdest. Aber ich glaube, ich würde mich nur wiederholen. Und würde nur Dinge schreiben, die du sowieso schon weißt.
Ich weiß nicht, wie ich jetzt weiterleben soll. Die Lücke, die du hinterlassen hast, ist riesig. So ein kleines Kaninchen - so ein großes Herz - so ein guter Freund.
Du fehlst unserer Hasebärenfamilie schon jetzt unglaublich. Diese Lücke wird nie jemand schließen können. Auch wenn der Schmerz irgendwann kleiner wird, werde ich immer an dich denken.
Vergessen werde ich dich nie!

Du warst ein ganz kleiner, ganz, ganz großer Hasehase.
Du warst über 6 Jahre mein bester Freund.
Du warst immer für mich da.
Du hinterlässt eine große Lücke.
Die Schmerzen die du ertragen musstest, leide ich gerade noch einmal durch. Und ich habe es verdient. Du nicht...

Ich hoffe du verzeihst mir, dass ich dich nicht besser gepflegt und beschützt habe, um dein Leben mit mir länger sein zu lassen. Ich werde es mir nie verzeihen. Dein Tod hat mir das Herz zerrissen und ich weiß, ich bin Schuld daran.

Ich freue mich nur auf eines: Dass ich dich irgendwann, in vielen, vielen Jahren wiedersehe. Wenn ich eines Tages über die Regenbogenbrücke komme, weiß ich, dass du mein kleiner Freund dort auf mich warten wirst. Und das gibt mir jetzt die Kraft weiterzumachen. Dass wir uns eines Tages wiedersehen. Solange lebst du in meinen Gedanken weiter. Immer! Versprochen!

Halt deine großen Schlappohren steif mein bester Muffberger.
Ich hab dich ganz doll lieb. Bis zum Mond und zurück! Mindestens...
Dein Tobi
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